Alltägliches von und mit dem freien Betriebssystem…

Nach kurzem Ausflug zu Fedora Core 6 bin ich mittlerweile mit meinem “im-täglichen-Betrieb”-System wieder zu Ubuntu 6.10 Edgy Eft zurückgekehrt. Einige Gründe/Unterschiede möchte ich jetzt hierzu einfach einmal aufführen:

Ubuntu Fedora
WLan/WPA2/BG2200 Läuft mit dem NetworkManager sofort Firmware muss nachinstalliert werden, manueller/Script-Neustart des NetworkManagers bei jedem Neustart nötig – was musste ich da lange suchen für…:(
WLan nach Standby Selten Klick auf gewünschtes Netzwerk nötig Oft nicht mehr aktivierbar
GnomePanel Keine Probleme Mal weg, mal nur ein Panel da, manchmal alles in Ordnung
Firefox Version 2 automatisch installierbar und stabil Version 2 nur über extra Repository, Abstürze
poEdit Funktioniert einwandfrei Konsequent Abstürze beim Source-Check
TurnerPatch für schönes Fontrendering Repository für Freetype etc… Selbst-Patch und Kompilierung nötig
Prinzipiell war Fedora auf unserem Amilo1425 durchaus benutzbar, keine Frage. Allerdings musste man deutlich mehr selbst Hand anlegen, die Installation der Wlan-Funktionalität ist für einen gebräuchlichen Centrino-Chipsatz unnötig schwer (nicht die Firmwareinstallation sondern das nötige manuelle Neustarten des Network-Managers inklusive rmmod/modprobe ipw2200 – da muss man erstmal drauf kommen…), der endgültige Schlusstrich kam nach der häufig aufgetretenen Komplett-Verweigerung der Wlan-Verbindung nach Suspend und/oder Hibernate und die konsequenten Crashes von poEdit mit welchem ich mich an die Übersetzungsarbeiten für das CyStats WordPress Statistik Plugin machen wollte. Gut funktioniert hat allerdings das Einrichten und konfigurieren des Apache2 Webservers+PHP+MySQL, in Verbindung mit .htaccess kämpfe ich mit Ubuntu hier noch etwas – aber dazu vielleicht später mehr… Ubuntu hat auch seine Macken, auch hier kein Zweifel. Im Grossen und Ganzen ist die Behebung selbiger duch die aktive Community und die vielen, vielen Wikis/Howtos (die bei Fedora für mich vielleicht einfach schwerer zu finden waren?) um ein Vielfaches einfacher für mich gewesen. Das manuelle Arbeiten am System gehört bei Linux noch dazu, aber wenn es zur Hauptaufgabe wird und das produktive Arbeiten MIT dem System zum Erliegen kommt dann kann’s dass nicht sein. Wie gesagt, es geht hier um einen Amilo1425 Laptop – andere Systeme können durchaus perfekt unter Fedora laufen, muss jeder selbst herausfinden…

Kommentare

Vielen Dank,

wollte gerade Fedora installieren (Image is gerade fertig auf der Platte), aber ich glaube dann werde ich doch lieber wieder Ubuntu 6.10 nehemen oder eventuell mal Ubuntu 7.04 Beta antesten.

Mein grund dafür das ich Fedora jetzt nicht nehme ist das WLAN .

Nunja, ich hatte Ubuntu 6.10 drauf, habe da um wlan mit network manager ans laufen zu bekommen sicherlich nen halben tag für geopfert…

bei Fedora 6 hat es nichtmal 2 minuten gedauert! firmware etc druf, und es läuft und läuft und läuft…

das sind meine erfahrungen!

mfg

Ich kann deine Fedora-Probleme nicht nachvollziehen…

Ich kenne kaum eine stabilere Distribution – und was WLAN angeht, schau dir doch einmal die netzwerkscripte an. Defakto läuft WLAN unter Fedora genau so gut wie unter Ubuntu.

Habe hier WLAN mit unterschiedlichen Endgeräten laufen (WPA-PSK&WPA2) – setup war ein Kinderspiel.


Olli

Leider lief das WLAN bei mir eben nicht genauso gut wie unter Ubuntu. Das Ganze beruhte auf einem Bug (http://lkml.org/lkml/2006/12/31/12 als Beispiel) der unter Ubuntu eben nicht (mehr?) vorhanden war. Desweiteren beziehe ich mich ausschliesslich auf eine ipw2200-Treiber-Geschichte. Das abstürzende Panel und poEdit waren da nur noch ein Tropfen auf dem heissen Stein.
Was ich NICHT behaupte ist dass Fedora ‘schlechter’ ist – es lief hier bei uns einfach nicht so dolle – und deswegen zurück zu Ubuntu. Zeit zum Problem-beheben ist Mangelware geworden…
Nix für ungut.

also ich muss sagen ich teile da die ansichten fedora lief bei mir immer mit problemen bzw. eher kinderkrankheiten – ubuntu dagegen läuft jetzt schon seid langem stabil bei mir.

Kommentar schreiben