29.10.2009 / 23 Kommentare

Gnome-panel: Uhr aufhübschen

Als erstes “follow-up” zum letzten Artikel über mein derzeitiges Theme möchte ich über die Möglichkeit die Uhr des Gnome-panels relativ frei formatieren zu können schreiben, eine Möglichkeit die schon länger existiert aber doch relativ selten in Screenshots zu sehen ist.

tray

Anstelle der Standardanzeige kann das Clock-Applet auch eine eigene, auf Pango Text Attribute Markup (Danke @Meckerer) und der Syntax des C-Befehls strftime() basierende Darstellung nutzen, auf diese Weise lassen sich die angezeigten Werte variieren, Zeilenumbrüche einfügen oder z.B. auch die Schriftart ändern.

Aktivierung in Gconf

Die Konfiguration erfolg über zwei Schlüssel in Gnomes’ “Registry-Äquivalent” Gconf: Man öffne den Gconf-Editor (ALt-F2, dann “gconf-editor”) und folge dem Pfad “apps -> panel -> applets -> clock_screen0 -> prefs“.

Dort wird der Inhalt von “format” auf “custom” (Rechtsklick -> Schlüssel bearbeiten -> Wert entsprechend ändern) gesetzt, damit wird die Anzeige einer eigenen Formatierung aktiviert.

custom_clock2

Die eigene Formatierung

Der Wert von “custom_format” (per Default leer) wird mit dem Code unserer eigenen Formatierung (1. Screenshot) gefüttert (alles eine Zeile, Umbrüche ggf. bitte entfernen da sonst die Darstellung unvollständig sein kann):

%H:%M %n
%d.%m.%g

Mit <span>...</span> werden hier die zu formatierenden Bereiche eingegrenzt, der Parameter font_desc enthält Schriftart und -grösse, foreground beschreibt die Schriftfarbe in Hexadezimalform. < sup>...</sup> führt zu einer “Hochstellung” des eingeschlossenen Textbereiches, hier genutzt um den Abstand der zwei Zeilen etwas zu verringern. Der entscheidende Teil des Codes ist allerdings das %n – hiermit wird ein Zeilenumbruch erzeugt. Die Platzhalter:

  • %H: Stunde (24h, 2stellig)
  • %M: Minuten (2stellig)
  • %n: Zeilenumbruch
  • %d: Tag des Monats (2stellig)
  • %m: Minuten (2stellig)
  • %g: Jahr (2stellig)

Screenshot 2: Mit Zeitzone und Monat

%H:%M %Z%n
%d.%b.%Y

Die Schriftgrösse der zweiten Zeile ist etwas grösser, ausserdem sind zwei neue Platzhalter verwendet worden:

  • %Z: Zeitzone
  • %b: Monat (Abkürzung)

Alle Parameter: strftime()

Ich muss zugeben – alles ausprobiert habe ich nicht, in vielen Quellen ist aber zu lesen dass custom_format mit allen Formatierungen des C-Befehls strftime() zurechtkommen soll. Eine entsprechende Auflistung gibt es z.B. hier auf cplusplus.com.

So, ich wünsche viel Spass beim experimentieren – und wenn jemand ein eigenes interessantes Layout kreiert hat – ruhig Bescheid geben, interessiert mich immer :)

26.10.2009 / 23 Kommentare

Geschmäcker sind verschieden…

…und ausserdem bastelt der Cywhale recht gerne am Aussehen des Gnome-Desktops.

Nachdem ich wg. akutem Zeitmangel lange Zeit nichts mehr veröffentlicht habe hier ein kleiner Einblick in die aktuellen Design-Basteleien, ausserdem interessiert mich natürlich auch was die werte Leserschaft am Desktop-Design ändert :)

tray

In obigem Screenshot sieht man Anpassungen des Gnome-panels, (Ausgangspunkt für alle hier beschriebenen Anpassungen sind Ubuntu 9.10 Karmic, Humanity Icontheme, die Idee überhaupt den Versuch zu unternehmen an den Notification Icons etwas zu ändern habe ich vor längerer Zeit aus diesem Blogbeitrag bekommen.):

  • Menü-Logo verkleinert und farblich angepasst
  • Mail-Icon (Humanity-Theme)
  • Pidgin-Icon (verkleinert, farblich angepasst)
  • Liferea (neue Standard-RSS-Icons, farbig=neue Nachrichten verfügbar, sonst auch grau)
  • Lautstärke und NetworkManager (verkleinert,Humanity-Theme)
  • Zweizeiliges Clock-Applet (so geht’s)
nautilus

Das gesamte Theme ist mittlerweile aus mehreren Einzelkomponenten zusammengebaut:

  • GTK: Dust Burnt (für die schönen, dunklen Toolbars :) )
  • Fensterdekorationen: Emerald/Gommoso-Theme (farblich angepasst, Icons aus dem Shiki-Theme, Fenstertitel linksverschoben, rahmenlos, minimaler Schattenwurf)
  • Icons: Humanity (Navigationspfeile farblich geändert)
cydust_full

Warum nun das Ganze – naja, es macht einfach Spass. Ausserdem bieten sich durch die unbeschränkten gestalterischen Möglichkeiten unter Linux immer neue Möglichkeiten “das eigene”, perfekte Theme zu entwickeln, was wieder direkt zurück zum Spassfaktor führt. Bisher hat noch kein Theme genau meinen Geschmack getroffen, da heisst es eben einmal mehr nicht meckern, selber machen. Oder es ist doch nur Spieltrieb.

Wie auch immer, das neue Humanity-Icon-Theme Ubuntus’ empfinde ich als recht gelungen, ausgenommen die Grössenvorgaben für die Icons in der Notification Area – meiner Meinung nach sehen selbige in kleinerer Version deutlich angenehmer aus als wenn sie nahezu das gesamte Panel ausfüllen.

Verwendete Tools: Inkscape für SVG-Anpassungen, ImageMagick (convert, mogrify) für PNGs, hauptsächlich die Tray-Geschichten.

Wie sieht das nun bei euch aus, ändert ihr auch gerne mal das eine oder andere Designelement? Oder belasst ihr das Original-Theme wie es ist und beschäftigt euch mit sinnvolleren Dingen?

Edit 26/10/2009: Bösen Rechtschreibfehler entfernt. Desktop-Screenshot eingefügt. Link zum “Urheber” der Notification-Icon-Idee ergänzt, habe ihn endlich wiedergefunden :)

11.09.2009 / Den ersten Kommentar schreiben…

Corelinks |KW 38/09

Und wieder einmal sind neue Corewar-Artikel/Dokumente in den unendlichen Weiten des Suchmaschinenuniversums aufgetaucht:
  • Maezumo

    Auf impomatic.blogspot.com wird ein neuer Evolver von Christian Schmidt vorgestellt.

  • Origin

    Origin scheint ebenfalls ein mir bisher nicht bekannter Evolver zu sein, bisher konnte ich aber keine weiteren Informationen dazu finden…

  • Evolver mit Freebasic

    Skybuck Flying – der User mit dem wahrscheinlich schlechtesten Post/Antwort-Verhältnis – berichtet über seine Evolvingvorhaben mittels Freebasic.

  • Evolver mit Freebasic

    …und holt sich auch Hilfe hierzu im Freebasic-Forum.

Nachdem es hier nun zu 100% um Evolving geht eine kurze Erklärung: Unter Evolving versteht man in diesem Fall die Entwicklung eines Corewar Warriors durch Evolution mittels genetischen Algorithmen. Es wird also nicht selbst programmiert, der Code “entwickelt sich” selbst weiter. Höchst interessant ;)

23.08.2009 / Den ersten Kommentar schreiben…

Corelinks |KW 33/09

Wie es immer so ist – kaum entscheide ich mich für ein Themengebiet hier im Blog schon flackert das Interesse für abgelegte Themen wieder auf – daher hier und heute mal wieder drei Corewar-Links…

  • 3 Originalartikel bei Scribd

    Hier finden sich auf insgesamt 15 Seiten die drei Originalartikel aus der Sparte “Computer Recreations” der Zeitschrift “Scientific American” inkl. Diagrammen/Tabellen und Screenshots von A.K. Dewdney, dem geistigen Vater der 2009 25 Jahre alt werdenden Pseudo-Assembler-Herausforderung.

  • Kleiner Warrior Thread

    Hier wird in einem Forum kurz die Funktionsweise eines kleinen Warriorprogrammes erläutert – Zwecks Verständnis vielleicht lesenswert.

  • Corewar bei <Martani/>Tech

    Kurze Einführung zum Thema.

Viel Spass damit :)

08.08.2009 / 5 Kommentare

Claws Mail spricht fremde Zunge…

Seit langer Zeit verwende ich nach dem Antesten verschiedener E-Mail-Clients Gnome’s Evolution – welches in letzter Zeit immer wieder Probleme (Mehrfachprozesse, Müllentleerungsstörungen) macht. Also wird Favorit No. II Claws Mail mal wieder ausprobiert.

Im Gegensatz zu früheren Installationen weigert sich Claws Mail (egal ob aus dem Jaunty-Repository oder dem Claws-Mail-PPA) allerdings seine Benutzeroberfläche in deutscher Sprache anzuzeigen – das Setzen der Umgebungsvariablen LANG oder LC_LANG wie in den Claws FAQ beschrieben führt zu keinem Ergebnis – hat irgendjemand Claws Mail unter Ubuntu Jaunty in deutscher Sprache zum Laufen bekommen ? Wenn ja – wie?

EDIT: Beim Installieren des Paketes claws-mail-i18n scheinen die entsprechenden claws-mail.mo-Sprachdateien nicht in die entsprechenden Systemordner kopiert zu werden (ACHTUNG: Doch, sie werden kopiert, Localepurge scheint sie nur wieder zu entfernen… sh. Edit II):: Nach manuellem Entpacken aus dem claws-mail-i18n-Deb-Paket (/var/cache/apt/archives/claws-mail-i18n_3.7.2-1jauntyubuntu2_all.deb), kopieren nach /usr/share/locale/de/LC_MESSAGES/ und einem Claws-Mail-Neustart hat sich das Problem erledigt ;)

Bleibt mir nur noch herauszufinden wie man den geringen Zeilenabstand in der Postfach-Spalte etwas vergrössern kann…

Edit II: Es lag an “localepurge” – das Paket wurde installiert um Speicherplatz durch automatisiertes Löschen unnötiger Sprachdateien zu sparen, behalten sollte Localepurge “de_DE”, “de_DE.UTF-8″ und “de_DE@euro”. Leider hatten dann interessanterweise aber ClawsMail, Geany, Gedit und z.B. auch GnomeMainMenu (Slab) keine deutsche Sprachdatei mehr…

05.08.2009 / 5 Kommentare

Gommoso…

Letztens habe ich hier über das Thema Linux/Desktopanpassung und wie man damit Zeit verschwenden kann geschrieben, nun habe per Zufall ein Theme gefunden das eigentlich alle meine Ansprüche erfüllt: Einfach, elegant, augenfreundlich – Gommoso.

Gommoso ist ein älteres (02/2008) Theme für den (von mir schon fast vergessenen) Window-Decorator Emerald, benutzbar unter Compiz Fusion. Der Fenstertitelbereich lässt sich mit einem leichten Transparenzeffekt versehen, die Farben dem (Gnome/Clearlooks-)Fensterinhalt angleichen – wunderbar angenehmes Erscheinungsbild.

Kein Bedarf mehr irgendwas zu ändern. KDE-Air (nur testweise kurz angesehen, Gnome gefällt mir persönlich aber weiterhin einfach besser) hat mich bei weitem nicht so überzeugt wie dieses simple Emerald-Theme ;)

gommoso
29.07.2009 / 2 Kommentare

Sam – Haustier für 10 Minuten :)

Nichtsahnend war ich gerade dabei einen ICQ-Kontakt zu autorisieren (warum verwenden eig. immernoch so wenig Leutchens Jabber?) – da vermittelt mir meine Frau dass ich doch mal gaaaaanz schnell gucken kommen soll…

sam

Sohnemann No. I würde den netten Gesellen – der sich an unsere Kellertreppe verirrt hatte – wohl “Sam” nennen (alles muss “Sam” heissen:)), leider war er (Sohnemann) aber gerade noch so im Kindergarten – also Foto machen :)

Sam ist mittlerweile übrigens wieder frei und in der grossen, weiten Welt unterwegs – nicht dass der Gute noch einen Herzinfarkt bekommt…

EDIT: Demnächst hier: Ubuntu Linux @ Thinpad X200 ;)

03.07.2009 / Den ersten Kommentar schreiben…

Arch Linux: Kein Sound per Flashplayer?

Zugegeben, den Flashplayer benötige ich recht selten. Umso weniger nachvollziehbar bleibt eine Fehlerquelle wenn plötzlich Flashvideos keinen Mucks mehr von sich geben…

In Ubuntu konnte ich ein ähnliches Problem auf einem anderen Rechner (FSC Amilo1425) durch Flash-Extrasound Pakete beheben, unter Arch-Linux fand sich die Lösung hier im engl. Forum – scheinbar muss auch für meinen alten Soundchip (Travelmate C110) hier

00:1f.5 Multimedia audio controller: Intel Corporation 82801DB/DBL/DBM 
(ICH4/ICH4-L/ICH4-M) AC'97 Audio Controller (rev 03)

das Hardware-Mixing wie im Wiki erwähnt aktiviert werden, was mit folgenden zwei Zeilen zum sofortigen Erfolg führte:

echo "et.x86 0 0 direct" | sudo tee -a /proc/asound/card0/pcm0p/oss
echo "et.x86 0 0 disable"| sudo tee -a /proc/asound/card0/pcm0c/oss

Keine Ahnung warum plötzlich mal wieder etwas nicht funktionieren will was monatelang getan hat was es tun sollte, mal sehen ob die zwei Zeilen jetzt ein neues Zuhause in der rc.local finden müssen…


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