09.12.2009 / 17 Kommentare

Ubuntu & Super Talent 64Gb SSD

Vor kurzem hatte ich über die Anschaffung einer SSD und den Betrieb selbiger unter Ubuntu Karmic nachgedacht – und aus einer Laune heraus wurde die Solid State Disc auch wirklich angeschafft: Eine Super Talent 64GB. Und bisher läuft sie eigentlich ganz gut unter Ubuntu Karmic:

Mehr zur SSD unter Ubuntu Karmic lesen…
02.12.2009 / 3 Kommentare

AWN – DigitalClock ohne Datum

Im letzten Artikel habe ich unter anderem über das DigitalClock-Applet von Avant WIndow Navigator geschrieben und dass ich selbiges gerne *ohne* Datumsanzeige nutze. Jetzt folgt die entsprechende Anleitung dazu.

dgclock

Um das Datum zu entfernen muss einerseits die Einstellung “Datum-neben-Uhrzeit” (Standard) beibehalten werden und andererseits die Datei dgTime.py im Verzeichnis /usr/share/avant-window-navigator/applets/digital-clock mit Root-Rechten editiert werden.

In Zeile 70 wird self.applet.props.size*2.5 zu self.applet.props.size*2.0 (hier bin ich mir nicht mehr *ganz* sicher ob ich die richtige Zeile in Erinnerung habe..), dadurch wird die Breite des Applets korrigiert:

70: self.surface_width = int(self.applet.props.size * 2.0)

In Zeile 206 & 207 werden die Inhalte der fillDate.append-Klammern auf einen leeren String ” gesetzt (strftim(...) wird gelöscht) was statt des Datums einfach einen Leertext zur Darstellung bringt:

206: fullDate.append('')
207: fullDate.append('')

Fertig. Kein schöner Stil, erfüllt aber seinen Zweck. Speichern, Applet neu laden und die Uhr erscheint ohne Datum.

01.12.2009 / 25 Kommentare

Avant Window Navigator Trunk/0.3.9 – Endlich ein Ersatz für das Gnome-Panel?

Einige Jahre lang war ich ein Befürworter des Gnome-panels und trotz konsequentem Ausprobierens verschiedener Alternativen wie Avant Window Navigator, Cairo Dock, Gnome-Do / Docky, XFCE-Panel bin ich immer wieder zu selbigem zurückgekehrt. Bis jetzt…

Das Gnome-panel bot mir im Gegensatz zu den Alternativen immer die perfekte Integration in den Desktop (XFCE-Panel irgendwie nicht), Stabilität (AWN und Cairo Dock nicht), eine lesbare (!) Uhr und eine ebenfalls fast perfekte Notification Area (AWN, Docky und Cairo Dock boten hier auch keine Alternative) – für mich sehr wichtig da ich mich bei RSS/Newsfeeds (Liferea) und Email (Claws Mail) voll und ganz auf die kleinen Trayicons verlasse – da bin ich ein Gewohnheitstier. Ausserdem liess sich DockBarX gut ins Panel integrieren – schön und platzsparend für meinen kleinen Netbook-Bildschirm.

awn

Avant Window Navigator 0.3.9

Jetzt habe ich per Newsfeed vom neuen Avant Window Navigator Trunk (derzeit Version 0.3.9 / Blueprints & Bugs) erfahren – und was soll ich sagen – endlich ein nahezu perfekter Ersatz für das Gnome-panel :)

  • Übersichtlich konfigurierbar (nicht neu)
  • unterstützt Themes (nicht neu)
  • unterstützt konfigurierbare Starter-Icons
  • bietet eine *digitale* Uhr mit Kalender
  • bietet eine konfigurierbare Notification Area !
  • bietet IntelliHide mit Transparenzmodus, d.h. verliert AWN den Cursorfokus bei gleichzeitig maximiertem Fenster eines anderen Programmes so wird das Dock transparent, Icons und Uhr bleiben aber jederzeit lesbar.

Lange habe ich AWN nicht mehr ausprobiert, diese Version gefällt mir aber ausgesprochen gut. Die “Problemzonen” sind aber natürlich auch auch nicht zu vergessen:

  • Bei Live-Änderungen am verwendeten Icon-Theme kann die Notification Area instabil werden (selten), ein Applet-Neustart behebt das Problem wieder.
  • Bei Änderungen an der Softwareinstallation friert das Yet-another-menu-Applet ein (dafür gibt es noch zwei andere Menü-Applets).
  • Die Digital-Clock zeigt standardmässig leider *immer* das Datum mit an, entweder neben oder unter der Uhrzeit (Bugreport). Um wie im Screenshot zu sehen ausschliesslich die Uhrzeit ins Dock zu bekommen müssen 3 Zeilen des Uhr-Quellcodes (Python) bearbeitet werden.
  • Die Zeit des Ein-/Ausblendens wenn man eine Autohide-Variante aktiviert hat ist nicht konfigurierbar, das Autohide und vor allem das Wiedererscheinen des Docks wirkt mit 1 Sekunde Reaktionszeit einen Tick zu zögerlich (Bugreport), da fühlt sich Docky z.B. deutlich “more responsive” an.

AWN 0.3.9 ist noch nicht als stabil freigegeben und daher sind gerade die Stabilitätsprobleme nicht wirklich überaschend, fallen aber im “Normalbetrieb” nicht störend auf, derzeit wird auch ordentlich an AWN gearbeitet so dass fast täglich Updates zu Verfügung stehen.

Installation

Mit folgender Zeile in einem Terminal wird unter Ubuntu Karmic das AWN-testing PPA (Üblicher Hinweis: Fremdquellen können gefährlich sein) aktiviert:

$sudo add-apt-repository ppa:awn-testing

Danach Paketliste auf den aktuellen Stand bringen:

$sudo apt-get update

Und AWN installieren (die Pakete der 0.3.9-Reihe sind mit “trunk” gekennzeichnet):

$sudo apt-get install avant-window-navigator-trunk

Die Digitaluhr findet man in einem weiteren Paket das ggf. ebenfalls installiert werden muss:

$sudo apt-get install awn-applets-python-extras-trunk

Danach kann AWN über avant-window-navigator in einem Terminal oder per Alt-F2 oder direkt über das Programmenü gestartet werden. Zur Konfiguration gelangt man über einen Rechtsklick auf ein beliebiges Icon im dann erscheinenden Dock.

Ergebnis

In Verbindung mit den konfigurierbaren Starter-Icons konnte ich so ein optisch (subjektiv) ansprechendes Dock mit einem Menü, den wichtigsten Programmstartern, Taskleiste, einer schönen Notification-Area ( die Ubuntu Humanity Status-Icons wirken in Avant Window Navigator irgendwie deutlich “stimmiger” als im Gnome-Panel) UND einer lesbaren Digitaluhr zusammenstellen – sehr schön. Zum ersten Mal seit Ubuntu Dapper vermisse ich das Gnome-panel nicht mehr, zumal Avant Window Navigator im täglichen Normalbetrieb auch keine weiteren Stabilitätsprobleme mehr zeigt.

27.11.2009 / 2 Kommentare

LinuxLinks|KW 48

So, während ich weiter an meinem “persönlichen” Desktop schraube (und es gibt *doch* einen Ersatz für das Gnome-Panel – endlich) gibt es mal wieder Nettes zum lesen …

  • CommandLineFu

    Eine hochinteressante Sammlung hilfreicher Terminalkommandos, zum lesen, lernen und mitmachen.

  • Spatial Desktop

    Ein Script zum Einrichten eines Panel-freien Gnome Desktops mit Hilfe von Compiz, Gnome-Do und Docky, sehr interessant auch der Aufbau des Installationsskriptes selbst :) (via OMGUbuntu)

  • Ubuntu – time for another reality check

    Kurzer (aber recht interessanter da kein Schwarz/Weiss-Denken) Bericht über Ubuntu-Bashing, Ubuntu an sich und Canonicals Beiträge zur Linux-Welt.

  • Stuart Turton – My life with linux (laufende Serie)

    Nett zu lesen, Erfahrungen, Schwierigkeiten und Highlights eines Linux-Neueinsteigers.

  • The Gimp fliegt aus Ubuntu Lucid Lynx

    Die Nachricht dass Ubuntu 10.04 ohne vorinstalliertes Gimp als Bildbearbeitung daherkommen soll hat weltweit für Diskussionen gesorgt, exemplarisch hier der Beitrag auf LinuxUndIch der mittlerweile fast 100 Kommentare hat. Ich für meinen Teil installiere mir Gimp einfach nach :)

Edit: Der “Spatial Desktop”-Link hatte keinen Linktext.

18.11.2009 / 4 Kommentare

Unendliche Geschichte: Canoscan 630U und Ubuntu…

Bereits unter Feisty habe ich hier über Probleme mit unserem USB-Scanner Canoscan 630U berichtet, unter Gutsy lief alles wieder gut – nun hätte ich den Scanner auch unter Karmic mal wieder gebrauchen können.

Erster Versuch mit Gimp -> Scannen: Kompletter Fehlschlag. Xsane öffnet sich, nach Klick auf “Vorschauscan” tut sich lange nichts, dann die Fehlermeldung dass das “Gerät besetzt” sei.

2. Versuch: Xsane mit und ohne Root-Rechte: Fehlschlag, siehe “Gimp -> Scannen”.

3. Versuch: “scanimage” im Terminal, mit und ohne Root-Rechte: Fehlschlag, “Device busy” wird mir gesagt.

4. Versuch: Hoffnung – der “scanbuttond”-Trick (sh. Feisty-Beitrag): Fehlschlag, kein Erfolg, gleiche Fehlermeldung. Schade und Frust++

5. Versuch: Früher gab es das Programm “gscan2pdf” dass schon unter älteren Ubuntuversionen bockige Scanner zum Laufen gebracht hat:

sudo apt-get install gscan2pdf
gscan2pdf

Und was soll ich sagen? Auch unter Karmic funktioniert gscan2pdf – und nach dem erfolgreichen Scan kann über das Menü das eingelesene Bild auch direkt an Gimp weitergeleitet werden. Sehr fein. Trotzdem schade dass das Scannen (zumindest mit diesem Scanner) auch nach mehreren Generationen unter Ubuntu noch solche Probleme macht.

Ich mag Linux trotzdem :)

12.11.2009 / 7 Kommentare

Linuxlinks: SSD/TRIM mit Ubuntu?

Derzeit denke ich darüber nach unser Samsung NC10 mit einer Solid State Disk (OCZ Vertex) auszustatten – Vorteile gegenüber der Festplatte wären Geschwindigkeit und vor allem die Lautstärke, Nachteil natürlich der Preis.

Nun liest man immer wieder über die Tatsache dass SSDs nach einiger Zeit bei Schreibzugriffen langsamer werden, Abhilfe soll das TRIM-Kommando schaffen – auch unter Linux?

Auf der Suche nach Informationen zu TRIM unter Linux (im speziellen Fall Ubuntu) bin ich über folgende, für künftige SSD-Besitzer recht interessante Links gestossen:

Was habe ich gelernt? TRIM scheint bereits im aktuellen Kernel implementiert, wird aber noch nicht aktiv genutzt, der Code wäre zu experimentell, es wird aber daran gearbeitet. Dafür kann man aus dem hdparm-Paket das wiper.sh-Script nutzen (lt. README “This script may be EXTREMELY HAZARDOUS TO YOUR DATA” !?) was das TRIMming manuell durchführt – soll unter Linux wunderbar funktionieren.

Hmnja, vielleicht doch eine WD Scorpio Blue – sollen auch leise sein… teuer, diese SSDs…

01.11.2009 / 9 Kommentare

Karmic + Radeon = unlesbares NotifyOSD ?

Heute kam ich in die Verlegenheit Ubuntu Karmic auf einem alten Thinkpad A31p mit Radeon-Grafikkarte zu installieren. Alles läuft (ohne Compiz/Desktopeffekte, dafür scheint der Laptop/Grafikchip zu alt) recht gut, sogar Standby/Resume machen endlich keine Probleme mehr – dafür sind nach der Standardinstallation die Nachrichten des NotifyOSD unlesbar verzerrt und damit unbrauchbar.

Die Lösung war nach kurzem Suchen in einem Bugreport zu finden:

In der Datei /etc/X11/xorg.conf (nach Standardinstallation nicht vorhanden, muss bei gestopptem XServer mit sudo Xorg -configure neu angelegt und in das o.g. Verzeichnis kopiert werden) muss für den Grafikkartentreiber die Option “RenderAccel” mit “false” angegeben werden. Danach werden die Benachrichtigungen wieder richtig angezeigt:

notifyexa

Das gilt scheinbar für ältere ATI/Radeon-Grafikkarten mit Speicher <=32Mb bei denen Karmic per Default die Anzeigemethode "XAA" verwendet (allerdings soll die hier verbaute Radeon 64Mb haben), sollte "EXA" aktiviert sein dürften angeblich keine NotifyOSD-Probleme bestehen – muss ich ausprobieren…

Um herauszufinden welche Methode der Xserver gerade verwendet befragt man im Terminal einfach das Xorg-Logfile:

cat /var/log/Xorg.0.log|grep AccelMethod

Edit: EXA funktioniert wirklich :) Nur schade dass man in beiden Fällen doch wieder eine xorg.conf braucht…

31.10.2009 / 6 Kommentare

Claws Mail & dunkle Toolbars

Claws Mail mag ich recht gerne als Email-Client, eine Dust-Variation mit dunklen Toolbars auch – nur wollen die beiden per Default nicht unbedingt miteinander harmonieren:

Claws-Mail hat um den Fensterinhalt einen 2px breiten, weissen Rahmen. Der fällt bei Themes mit hellen Toolbars nicht weiter auf, wird die Werkzeugleiste allerdings mit dunklem Hintergrund angezeigt stört dieser Rahmen dann doch merklich.

claws_border

Die Lösung ist einerseits aufwändig (selbst compilieren, dauert auf einem Samsung NC10 Netbook ca. 15 Minuten), andererseits simpel – man muss im Source von Claws Mail nur den Rand von 2px auf 0px setzen.

Vorbereitungen

Man braucht alles was zum compilieren von Claws-Mail nötig ist, APT installiert uns Abhängigkeiten und Sourcen (selbige landen im Home-Verzeichnis):

sudo apt-get build-dep claws-mail
sudo apt-get source claws-mail

Rahmenbreite im Source ändern

Die Definition des Rahmens steckt in der Datei src/toolbar.c.

cd ~
cd claws-mail-3.7.2
sudo gedit src/toolbar.c

Irgendwo ab Zeile 2000 (im Zweifelsfall einfach per Strg-F nach “border” suchen, kommt nur zweimal im Quelltext vor) steht folgender Abschnitt:

#ifndef MAEMO
	gtk_container_add(GTK_CONTAINER(container), toolbar);
	gtk_container_set_border_width(GTK_CONTAINER(container), 2);

Hier werden die 2 Pixel durch 0 Pixel ersetzt, danach speichern und den Editor beenden:

#ifndef MAEMO
	gtk_container_add(GTK_CONTAINER(container), toolbar);
	gtk_container_set_border_width(GTK_CONTAINER(container), 0);

Compilieren und Installieren

Wieder zurück im Terminal (immernoch im Claws-Mail-Verzeichnis sh. oben) muss zuerst die heruntergeladene Datei claws-mail_3.7.2.orig.tar.gz gelöscht werden:

rm ~/claws-mail_3.7.2.orig.tar.gz

Danach wird das zu bauende Paket vorbereitet:

dh_make --createorig

Und compiliert/gebaut:

sudo dpkg-buildpackage -rfakeroot

Als Resultat erhält man diverse *.deb-Pakete im Hoomeverzeichnis die mit

sudo dpkg *.deb

installiert werden können (Achtung, falls auch noch andere Pakete dort vorhanden sind werden mit obiger Zeile auch diese mitinstalliert!).

Naach einem Claws-Mail-Neustart sollte der weisse Rahmen verschwunden sein. Danke an root’in the.net für die Idee.

Edit: Patch dazu:

--- toolbar2.c	2009-10-31 16:20:22.756785977 +0100
+++ toolbar.c	2009-10-31 11:30:03.915784469 +0100
@@ -2150,7 +2150,7 @@
 	
 #ifndef MAEMO
 	gtk_container_add(GTK_CONTAINER(container), toolbar);
-	gtk_container_set_border_width(GTK_CONTAINER(container), 2);
+	gtk_container_set_border_width(GTK_CONTAINER(container), 0);
 #else
 	if ( GTK_IS_WINDOW(container) ) {
 		hildon_window_add_toolbar (HILDON_WINDOW(container), GTK_TOOLBAR(toolbar));

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