LABYRINTHOFORM

EIN ANFANG, EIN ENDE. UND DAS DAZWISCHEN...

Nach einer übereifrigen Optimierungsaktion von 2 Wochen musste (durfte?) ich Arch Linux wieder neu installieren – soweit so gut. Allerdings vermisste ich im Shutdown-Menü die Buttons für die Suspend-/Hibernate-Aktionen.

In engl. Arch-Linux-Forum habe ich nun die Lösung finden können (vielen Dank an die Benutzer Allen und kesara10 an dieser Stelle), scheinbar liegt das Problem in der Weiterentwicklung von HAL/PolicyKit begründet:

Schlaf-/Tiefschlaf-Knöpfe


        



        

Diese Zeilen müssen in die Datei /etc/PolicyKit/PolicyKit.conf (bei einem aktuellen Arch Linux System vorhanden) zwischen die <config></config>-Tags eingefügt werden. Danach ein Reboot oder HAL-Neustart (sudo /etc/rc.d/hal restart) und die Buttons sind wieder da.

Laptopdeckel zu: Nichts passiert





  
    Suspend the system
    System policy prevents suspending the system
    
      no
      yes
    
  

  
    Hibernate the system
    System policy prevents hibernating the system
    
      no
      yes
    
  

Ohne diese Zeilen in der Datei /usr/share/PolicyKit/policy/org.freedesktop.hal.power-management.policy (diese Datei ist nicht vorhanden und wird hiermit neu erstellt) löste das Schliessen des Notebook-Deckels keine Aktion aus, egal was in den Systemeinstellungen von Gnome angegeben war. Auch hier ist ein HAL-Neustart oder Reboot nötig um die EInstellungen wirksam werden zu lassen. So schnell wie das Problem wieder behoben war stellt sich aber auch die Frage WARUM diese früher problemlosen Aktionen nun plötzlich nicht mehr ohne manuelles Nacharbeiten funktionieren – für Informationen bin ich immer dankbar.

Kommentare

Vor allem interessiert mich nicht nur warum es nun nicht ohne manuelles Nachbessern geht, sondern die Antwort auf die Frage:
“Warum tendieren so viele Software-Konfigurationen zu XML?”
XML ist an sich ja nichts Schlechtes, im Gegenteil. Aber es war nie und ist auch nicht für die direkte Bearbeitung durch den Menschen gedacht.

Ich bin der Ansicht, entweder gescheite Tools für das bearbeiten der (XML)-Konfigurationsdateien für jede solceh Software bereitstellen, oder halt eben auf Plain-Text-Konfigurationen setzen (wie sagt man so schön, “the Arch Way ™”.

Dabei ist nicht nur HAL “das Böse”. Man braucht nicht lange suchen, die meistverwendeteten Bespiele dieser Art sind wohl:
- .fdi-Dateien von hotplug-enabled Xorg
- Gnome-Konfiguration (ok, eines muss man lassen, die liefern wenigstens gconf-editor gleich mit, aber so schön übersichtlich ist die Konfiguration trozdem nicht)

Haufen weitere Beispiele gibt es noch.

Sorry, wenn das alles etwas überzogen klingt, aber es ist doch nicht zu fassen, dass die xorg.conf teilweise solcher unmenschlicher Krücke wie .fdi-Dateien weichen muss. Unfassbar.

Also kurz gefasst:
XML für die Maschinen – toll.
XML im Frontend für die Menschen – verschont uns doch bitte, liebe Entwickler.

P.S.: ja ich weiß, die machen es ja für Lau. Aber imho wäre es besser etwas entweder überhaupt nicht zu machen, oder wenn schon, dann richtig.

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