Die hohe Bounce Rate – was tun?
Die Bounce Rate – auf gut Deutsch: Absprungrate – zeigt den prozentualen Anteil der Besucher die nach einem einzigen Seitenbesuch selbige sofort wieder verlassen und wird von einigen Statistiktools wie Google Analytics oder auch CyStats angezeigt.
Genau das ist es natürlich, was ein Blogger nicht möchte, man möchte die Besucher auf der Seite halten, das sie finden was sie suchen, man möchte dass die mit Herzblut geschriebenen Inhalte auch gelesen werden – man möchte NICHT dass Besucher gleich wieder weg sind – was tut man also um die Bounce Rate zu senken? Was tut Ihr? Wie hoch ist Eure BR? Interessiert die Absprungrate überhaupt?
Ursachen einer hohen Absprungrate
Für eine hohe Absprungrate können viele verschiedene Faktoren verantwortlich gemacht werden, allem voran der Seitentyp ‘Blog’ an sich. Abgesehen von einer Stammleserschaft werden Blogbeiträge über Suchmaschinen gefunden, passt der Inhalt so wird er gelesen und der Besucher ist weg, passt er nicht so wird er nur überflogen und der Besucher ist trotzdem weg.
Wichtig ist auch das Thema der Seite(n), so wird ein Blog das eine Geschichte erzählt (Schicksal, ‘Mein Weg zu ___…’, Aktionsblog usw.) eher eine niedrige Absprungrate besitzen, sofern die Besucher sich für das Thema interessieren bleiben sie erst einmal und lesen die bisherige ‘Geschichte’. Geht es in einem Blog um Themen mit kurzer Halbwertszeit wie aktuelle News, Gewinnspiele oder ähnliche Gebiete so wird die Bounce Rate eher hoch sein. Irgendwo in der Mitte liegen dann Tutorial-Blogs aller Art deren Beiträge über eine Suchmaschine gefunden werden, der Besucher stellt fest dass das Themengebiet passt und er sieht vielleicht erst einmal nach ob es noch einen anderen interessanten Artikel auf der Seite gibt.
Zielgruppe, Thema und Suchmaschinenoptimierung: Wird eine Seite unter irrelevanten Suchbegriffen gefunden so steigt natürlich die Gefahr dass Besucher nicht finden was sich suchen und auch gleich wieder verschwinden.
Hohe Absprungrate: Gegenmassnahmen
Bounce Rate senken: Beim Besuch der Seite
- Mehrwert durch eine Auflistung ähnlicher Artikel, findet ein Besucher nicht was er sucht so könnte er auf den weiterführenden Links Erfolg haben.
- Mehrwert durch eine Liste der meistgelesenen oder bestbewertetsten Beiträge.
- Besucher die von Suchmaschinen kommen können mit einer, an prominenter Stelle platzierten, Information begrüsst werden die eine Begrüssung, die Suchbegriffe und ebenfalls eine aus diesen Suchbegriffen generierte Liste an vielleicht passenen Beiträgen begrüsst werden. Als WordPress Plugin ist z.B.
LandingSites
für diesen Zweck empfehlenswert. - Der erste Eindruck zählt: Das Design eines Blogs sollte dem Inhalt angepasst sein, zumindest aber nicht verschrecken. Dazu gehört dass das Design thematisch passend gewählt ist, ebenso aber auch dass die Seite an sich einem einigermassen aktuellen Standard entspricht und nicht unbedingt Webdesign aus den Anfangszeiten des WWW zeigt.
Bounce Rate senken: Allgemeine Massnahmen
- Blogbeiträge sollten lesbar sein. Die Zeilenlänge auf ein augenfreundliches Mass beschränkt, der Zeilenabstand nicht zu gering, die Artikel aufgelockert durch Bilder und Überschriften wenn möglich. Als Nebeneffekt kann man die Überschriften auch gleich zur Suchmaschinenoptimierung einsetzen.
- Interne Verlinkung: Wird im Beitrag auf andere Artikel verwiesen so ist ein Klick wahrscheinlicher als wenn dieser andere Artikel irgendwo im Archiv zu finden ist.
- Suchmaschinenoptimierung: Ist der Treffer in der Suchabfrage relevant für den Besucher so wird er sich möglicherweise auf der thematisch richtigen, gefundenen Seite weiterhin umsehen. Falscher Suchergebnistreffer = falsche Seite = weg ist der Besucher. Als bemühter Blogbetreiber sollte man also etwas auf die Suchmaschinenoptimierung achten, kurz ein paar Stichwörter dazu: Schlüsselwörten, Überschriften, Seitenstruktur, semantisches Markup.
- Der gute Ruf: Hat man sich für ein bestimmtes Thema einen guten Ruf erworben so steigt die Wahrscheinlichkeit dass zumindest neue Besucher sich vor dem Absprung erst einmal kurz weiter umsehen.
- Ladezeiten minimieren. Wartet ein potentieller Besucher zu lange so kann er auch schon nach dem ersten Klick wieder weg sein.
- 404-Fehlerseite: Die 404-Fehlerseite erscheint wenn ein Inhalt nicht gefunden wird. Um zu verhindern dass der Besucher nun gleich wieder verschwindet sollten alternative Inhalte auf dieser Seite angeboten werden, etwa wären das Suchformular, eine Liste der aktuellsten, meistgelesenen, frisch kommentierten Beiträge eine Variante, auch die vielleicht relevanten Artikel nach vorhandenen Suchwörtern ist hier wieder eine gute Möglichkeit.
- Qualität: Gute Beiträge lesen macht Appetit auf mehr.
- Ein Suchformular anbieten. Zugegeben, die WordPress-Suchfunktion ist verbesserungswürdig, trotzdem wird sie gerne genutzt und führt vielleicht zu einem relevanten Beitrag.
Am 23.10.2008, 12:53
Zu meinem Blog verirren sich momentan hauptsächlich Leute, die ihr GPS mit Ubuntu zum laufen bringen wollen. Die kommen, finden die Lösung, gehen wieder. Vielleicht schreckt sie auch das Design ab, keine Ahnung.
Kommentare bekomme ich so gut wie nie, zumindest nicht von fremden Leuten. Die, die kommentieren, sind alles Bekannte.
Am 23.10.2008, 12:58
Am 23.10.2008, 13:01
Spielewebsite1: 50% (nicht optimiert)
Spielewebsite2: 20%
…
Allgemein denke ich das es Blogs etwas schwerer haben den BR zu senken.
Am 23.10.2008, 13:05
Am 23.10.2008, 13:18
Am 23.10.2008, 15:02
Ich habe daher meine Fehlerseite sehr spartanisch gehalten, allein schon deshalb, um ein unnötig großes Datentvolumen zu vermeiden.
Aber heutzutage ist es ja scheinbar besonders wichtig, Besucher um jeden Preis zu halten, hohe Klickzahlen zu erzielen und so weiter. Aber ohne mich, Fehler ist Fehler, fertig :-)
Am 23.10.2008, 15:44
Andererseits – für wen erstellt man eine Webseite? Meistens für Besucher, irgendetwas will ich ja vermitteln. Wenn diese Besucher jetzt etwas suchen und nicht finden (= Fehlerseite) – warum dann nicht einfach etwas Hilfe zum weitersuchen geben?