Alltägliches von und mit dem freien Betriebssystem…
Bei einer frischen Arch Linux-Installation werden interne Partitionen automatisch gemountet und als Icon auf dem Desktop angezeigt. Das gilt auch für Partitionen die man dort eigentlich gar nicht haben möchte wie z.B. eine Notfall-WindowsXP-Partition (noch nie gebootet :)) oder die WindowsXP-Recovery Partition die zudem durch das Automounting mächtig viele Fehlermeldungen im Logfile verursacht. Wie also das Automounting verhindern? Die Lösung habe ich im Gentoo-Forum gefunden:
Man erstelle und öffne die Datei 90-user-methods.fdi…
sudo gedit /etc/hal/fdi/policy/90-user-methods.fdi
…und füge folgendes ein
true
false
true
Danach HAL neu starten…
sudo /etc/rc.d/hal restart
…oder ggf. neu booten – fertig. Die internen, nicht zum System gehörenden Partitionen werden nicht mehr automatisch eingehängt, externe HDs oder Sticks hingegen schon. So soll es sein.
Um uns verwöhnten Menschlein die Bedienung unseres Lieblingsbetriebssystems etwas zu Erleichtern gibt es mittlerweile viele, viele Windowmanager/Desktop-Systeme wie z.B. Openbox, Fluxbox, XFCE, KDE oder auch das von mir hochgeschätzte Gnome – um nur einige zu nennen. Gnome ist heute entsprechend dem sechsmonatigen Releasezyklus in Version 2.22 erschienen, die Release notes gibt es hier. Nun muss ich nur noch etwas Geduld aufbringen bis die fleissigen Packer die neue Version in die Arch Linux Repositories bringen – schonmal danke in voraus.
Eben dachte ich dass ich Arch mit einem grossen Knall von der Platte fegen muss – oder sicherheitshalber gleich die ganze Platte samt Linux rausschmeisse, drauf rumtrete und den Rest in einen Metallschredder befördere. Der Grund: Nach einem mkinitcpio
zwecks Hibernate-Modus-Einrichtung findet Arch Linux beim Booten (wie auch damals bei der Installation) die Rootpartition nicht mehr – und das zum absolut unpassendsten Zeitpunkt:
Attempting to create root device '/dev/sda4'
ERROR: Failed to parse block device name for '/dev/sda4' unknown
ERROR: root fs cannot be detected. Try using the rootfstype= kernel parameter.
Waiting for devices to settle...done.
Root device '/dev/sda4' doesn't exist, attempting to create it
ERROR: Failed to parse block device name for '/dev/sda4'
ERROR: Unable to create/detect root device '/dev/sda4'
Dropping to a recovery shell... type 'exit' to reboot
NOTE: klibc contains no 'ls' binary, use 'echo *' instead
If the device '/dev/sda4' gets created while you are here,
try adding 'rootdelay=8' or higher to the kernel command-line
Zwecks Lösung musste ich den Kernel von der Arch-Installations-CD in Verbindung mit dem Root-Filesystem booten, am Boot-Prompt der Installations-CD gebe man dazu folgendes ein (das sdaX muss durch die zu startende Rootpartition ersetzt werden):
arch root=/dev/sdaX
Nach dem Booten wechselt man per z.B. ALT-F6 in ein Terminal, in einem Gnome-Terminal-Fenster hat die Reparatur NICHT funktioniert. Einloggen als root und dann muss in die MODULES-Zeile der Datei /etc/mkinitcpio.conf
das für die Rootpartition verwendete Dateisystem eingetragen werden, hier ext3
. Danach wird das Kernelimage neu gebaut und das alte Image überschrieben (hier für kernel26, 2.6.24-ARCH):
mkinitcpio -k 2.6.24-ARCH -g /boot/kernel26.img
Neustart und gut war. Muss man erstmal drauf kommen, muss ich das jetzt bei jedem neuen Kernel respektive mkinitcpio
machen? Schliesslich hatte sich die Konfigurationsdatei seit der Installation nicht verändert… Auf jeden Fall danke an diese Threadposter: Thread zur Fehlermeldung.