Alltägliches von und mit dem freien Betriebssystem…
Heute ist die erste Ausgabe des Ubuntumagazins ‘Full Circle‘ erschienen. Im PDF-Format bietet diese Ausgabe eine Übersicht über 3 Jahre Ubuntu und ein Installationstutorial.
Nachdem Freitag der 13. auch bei den Ubuntu-Entwicklern zugeschlagen hat nun der kurze Teil 1 der Feisty(BETA)-Erfahrungen auf den Laptops FSC Amilo 1425 (1,6Ghz,Radeon 9700 Mobile,128Mb, 1024Mb RAM) und Toshiba Satellite 1100 (1Ghz,GForce2Go,16Mb,768Mb RAM). Kurz und knapp – Feisty läuft, läuft stabil und ohne ein einziges Problem bisher. Ebenso jede bisher über die offiziellen Repositories installierte Software. Subjektiv spürbar ist ein Geschwindigkeitszuwachs unter Gnome, die Desktop-Effects (Compiz) machen auf dem Amilo keinerlei Probleme, der Satellite stellt die Effekte aufgrund seines Alters und der entsprechenden Leistung etwas hakeliger dar – aber auch ohne Instabilitäten. Ebenso Problemlos war die Installation der Nvidia-Treiber beim Satellite – automatische Nachfrage – 1 Klick – Neustart – fertig. Vorbei sind die Zeiten des Treiber-Selbst-Compilierens. Der Open Source-Treiber für die Radeon-Innereien des Amilo funktioniert ebenfalls ohne Probleme, auch ein kurzes OpenGL-Billard ist gut und flüssig möglich. Der Network-Manager zur einfachen Konfiguration von Wlan und Kabelnetzwerk ist jetzt ab Installation mit an Bord und verrichtet hier seine Dienste mit einer BG2200 (Amilo) und einer SMC 2835W zuverlässig und fehlerfrei – sehr schön. Einzig die Netzstärke der SMC-Karte lässt noch zu wünschen übrig. Suspend-to-RAM und Suspend-to-Disk funktionieren scheinbar zuverlässig, beim Satellite war hier noch etwas Nacharbeit nötig. Alles in allem hat sich die Umstellung auf Feisty Fawn absolut gelohnt – weitere Berichte in den nächsten Tagen. Nur eins muss ich anmerken – der grafische Installer hatte hier bei mir mehrere Probleme, vom garnicht-erst-starten bis zum Crash-bei-der-Paketinstallation – mit dem textbasiertem Installer (im Bootmenü auswählbar) gab es keinerlei Probleme.
So. nachdem wg. Krankheit und anderer (Un-)Annehmlichkeiten ein täglich neuer Beitrag nicht möglich war gibt es jetzt mal wieder eine Kurznachricht. Auf gnome-look gibt es eine neue Version des Tango-Generators. Der Tango-Generator ist ein Script welches aus sehr vielen Icon-Quellen für Icons (>200) im Tango-Stil ein neues Icon-Theme generiert. Dieses Icon-Theme beinhaltet dann Icons für wesentlich mehr Gebiete wie das originale Tango-Icon-Theme und gibt dem Desktop ein noch einheitlicheres Aussehen. Auch eine feine Sache: Der Generator lässt das Verschieben der Prioritäten der verschiedenen Iconquellen zu, was ein feineres Abstimmen der verwendeten und teilweise doppelt vorhandenen Icons zu. nachdem die letzte Version unter Ubuntu Edgy Probleme machte funktioniert der aktuelle Generator unter Feisty wieder einwandfrei.
Shakal hat ein sehr interessantes Thema angeschnitten (auch wenn unsere Geschmäcker verschieden sein dürften ;) ) – auch ich möchte jetzt mal auf das “Äussere” Ubuntus eingehen – allerdings erweitert auf Desktop-Hintergrund + Icon-Theme + WindowDecorator-Theme + Desktop-Font. Ubuntu Edgy kommt standartmässig mit dem bekannten rotbraunen Ubuntu-Farbtönen, was mir nicht wirklich gefällt. Angenehm fürs Auge, aber eben nicht mein Geschmack. Also musste ein anderes Farbschema her, ein neuer Desktophintergrund ebenfalls, auch ein neues Icon-Theme wurde benötigt: [mygal=ubuntu] Metacity-Theme: Clearlooks – immernoch das Beste meiner Ansicht nach. Beryl-Theme: Sky – Farbtöne leicht angepasst. Icon-Theme: nuoveXT-1.6/Nuove Website oder UnofficialTango Wallpaper: Night-Of-Ubuntu So. Alles wie es mir gefällt. Ein angenehmes, sich im Hintergrund haltendes blaues Farbschema/Hintergrundbild, Clearlooks in blau bzw. auf den Screenshots Beryl/Emerald in etwas abgedunkeltem Blau, angepasste Titelleistenschrift (kleiner, feiner). Überhaupt zur Schrift: Standartmässig ist das Ubuntu-Fontrendering nicht wirklich ein schönes auf meinem 15,4” TFT – wirkt etwas unruhig, etwas ‘hakelig’, schwer zu beschreiben. Die Lösung war hier das Verwenden einer gefälligeren Schriftart und vor allem das installieren gepatchter Freetype-Pakete
Tracker ist eine Alternative zur Desktop-Suche Beagle und wird mit dem neuen Ubuntu Feisty Fawn (7.10) automatisch mitinstalliert werden, unter Edgy muss man da noch selbst Hand anlegen. Informationen zu Tracker findet man unter der Projektseite bei gnome.org, die Installation soll hier kurz erklärt werden.
Zuerst aber zu den Vorteilen gegenüber Beagle: Der Versuch Beagle zu benutzen wurde nach einigen Stunden abgebrochen weil Beagle während der Idle-Pausen des Rechners/Benutzers das Indexieren von Dateien startet und dabei die CPU zu 100% auslastet. Bei einem Laptop resultiert dieses in einem unglaublich schrill-hohen Geräuschpegel des Lüfters – genau das was man nicht unbedingt hören will. Eine Möglichkeit die Indexerung zu verlangsamen und damit die CPU-Last zu reduzieren habe ich bisher nicht finden können – dafür aber die Alternative Tracker: Nur unwesentlich schwierigere Installation, dafür aber konfigurierbare Indexierungsgeschwindigkeit. Tracker ist noch nicht so ausgereift wie Beagle und steckt noch in der Entwicklung, ist aber trotzdem schon gut benutzbar.
Man füge folgende Zeile in die /etc/apt/sources.list ein:
deb http://debs.michaelbiebl.de/ edgy main
Dann benötigt man den Key:
wget http://www.michaelbiebl.de/biebl.asc sudo apt-key add biebl.asc
Bei erfolgreichem Key-Import steht einem Update der Paketlisten ind der Tracker-Installation nichts mehr im Wege:
sudo aptitude update sudo aptitude install tracker tracker-search-tool libdeskbar-tracker tracker-utils
Eigentlich sollte nun der Tracker-Dienst schon im Hintergrund laufen. Ein Aufruf von
trackerd &
im Terminal ergab ein “… tracker daemon already running…”.
Um den aktuellen Stand der Trackeraktivitäten anzuzeigen genügt ein
tail -f ~/.Tracker/tracker.log
Damit werden die aktuellen Trackeraktivitäten aus dem Logfile angezeigt.
Um die Tracker-Einstellungen zu editieren nutze man folgende kurze Zeile:
gedit ~/.Tracker/tracker.cfg
Um die Suche innerhalb der Deskbar zu aktivieren benötigt man noch ein Deskbar-Handler-Script:
wget http://www.madman2k.net/files/deskbar-tracker-05.py mv deskbar-tracker-05.py ~/.gnome2/deskbar-applet/handlers/
Danach die Deskbar neustarten mittels Gnome-Logout oder Deskbar-entfernen-und-wieder-ins-Panel-einfügen und prüfen ob unter Einstellungen der Deskbar die Optionen ‘Search for files using Tracker Search Tool’ und ‘Search for files using Tracker (Live Result)’ vorhanden und aktiviert sind. Voila.
ACHTUNG: Nach der Installation des folgenden Paketes lief Nautilus hier nach einem Suspend/Reboot nicht mehr, meldete eine fehlende trackerlib obwohl alles installiert ist. Umstieg auf original Ubuntu-Nautilus half, verzichte vorerst auf Tracker-In-Nautilus.
Um die Tracker-Suchengine in den Dateimanager Nautilus zu integrieren ist unter Ubuntu Edgy noch ein angepasstes Nautilus-Paket nötig:
wget http://www.gnome.org/~jamiemcc/tracker/DEB/Edgy/nautilus_2.16.1-0ubuntu3tracker1_i386.deb sudo dpkg -i nautilus_2.16.1-0ubuntu3tracker1_i386.deb
Danach Nautilus-Neustart bzw. Gnome-Neustart und Tracker wird per Nautilus-Suche automatisch benutzt.
Tracker: http://www.gnome.org/projects/tracker/ Tracker GUI Demo: http://ghaefb.rebootcomic.com/2007/02/07/tracker-ui-demo/ Metadata/Gnome: http://www.johnstowers.co.nz/blog/index.php/2007…
Und nun zu einem weiteren Teil meiner Wacom Graphire4 Grafiktablett unter Ubuntu Reihe.
In einem Bugreport von Ubuntus Bugtracker Malone habe ich von einem Bug im Paket ‘wacom-tools’ gelesen welcher Gimp unter Umständen zum Absturz bringen kann. Nachdem mir Gimp bisher auch ein Mal das Zeitliche gesegnet hat und ausserdem immernoch das bekannte Hotplugging-funktioniert-nicht-Problem mit den aktuellen Treibern aus den Ubuntu-Repositories existiert habe ich mich
nun doch daran gemacht den aktuellen Linux-Wacom-Treiber eigenhändig zu installieren.
Und so schwer wie gedacht war es nun wirklich nicht:
Bugreport: https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+source/wacom-tools/+bug/94505
Treiberdownload: Wacom-Linux-Project
Der Treiber wird in ein Verzeichnis der Wahl entpackt, bei mir direkt auf den Desktop (~/Desktop).
Jetzt muss man erst einmal die nötigen Voraussetzungen zum selbstcompilieren schaffen:
sudo aptitude install gcc libncurses5-dev tk8.4-dev tcl8.4-dev linux-source linux-headers-`uname -r`
In /home/
cd ~/Desktop/linuxwacom*
./configure --enable-wacom
make
sudo make install
oder wie hier bei mir wahlweise auch
sudo checkinstall
sudo dpkg -i *.deb
Mit checkinstall wird hier ein Paket (*.deb) geschnürt welches man sich 1. aufheben und 2. mit dpkg… (de-)installieren kann.
Per ‘make install’ würde die Installation direkt ohne Paketerzeugung erfolgen, mit make uninstall das deinstallieren im Bedarfsfall. Dazu müsste man aber auch das genutzte Verzeichnis (wie hier eben ~/Desktop/linuxwacom…) behalten.
Nach einem Neustart des Xservers (abmelden->Strg-Alt-Backspace->Anmelden) sollte der neue, aktuelle Treiber funktionieren. Und das hier bisher ohne jedes Problem ;)
Was fehlt noch? Ein eigenständiges Ubuntu-Paket. Der Versuch es nach diversen Wiki-Anleitungen zu erstellen scheiterte bisher kläglich, dadurch möchte mein Update-Manager immer den (aktuellen!) xserver-xorg-input-wacom-Treiber durch den (jetzt veralteten) Ubuntu-eigenen Treiber ersetzen. Könnte man im Paketmanager deaktivieren, aber ein aktuelles Ubuntupaket aus den aktuellen Sourcen wäre dann doch eleganter.
Bei Tips und/oder Ideen Mail/Kommentar erbeten, bitte.