Alltägliches von und mit dem freien Betriebssystem…

Lange habe ich damals gesucht, oft gelesen dass das Graphire4 unter Linux im allgemeinen nur schwer/kaum zu nutzen sei – und schliesslich habe ich im alten Ubuntu Hoary Forum doch die entscheidenden Hinweise gefunden: Benötigt wird das Paket ‘wacom-tools’: sudo apt-get install wacom-tools Um das Graphire4 USB Grafiktablett unter Ubuntu Dapper/Edgy zu nutzen muss folgendes innerhalb von /etc/X11/xorg.conf eingefügt werden: Section "InputDevice" Driver "wacom" Identifier "stylus" Option "Device" "/dev/input/wacom" #USB ONLY Option "Type" "stylus" Option "USB" "on" #USB ONLY EndSection Section "InputDevice" Driver "wacom" Identifier "eraser" Option "Device" "/dev/input/wacom" #USB ONLY Option "Type" "eraser" Option "USB" "on" #USB ONLY EndSection Section "InputDevice" Driver "wacom" Identifier "cursor" Option "Device" "/dev/input/wacom" #USB ONLY Option "Type" "cursor" Option "Mode" "relative" Option "USB" "on" #USB ONLY EndSection Section "ServerLayout" Identifier "Default Layout" Screen "Default Screen" InputDevice "Generic Keyboard" InputDevice "Synaptics Touchpad" InputDevice "Configured Mouse" InputDevice "stylus" "SendCoreEvents" InputDevice "eraser" "SendCoreEvents" InputDevice "cursor" "SendCoreEvents" EndSection Neu in der Section ServerLayout sind die stylus/eraser/cursor-Einträge, wichtig sind hier die “SendCoreEvents”. Nach einem erneuten Xserver-Neustart muss Gimp oder Inkscape beispielsweise noch mitgeteilt werden dass ein neues Eingabegerät aktiviert werden soll. Gimp/Funktionen Unter Datei->Einstellungen->Eingabegeräte->Erweiterte Eingabegeräte konfigurieren stelle man den Modus von Cursor,Eraser und Stylus von ‘deaktiviert’ auf ‘Bildschirm’. Fertig. Beim nächsten neuen Bild kann das Tablett inklusive Drucksensitivität benutzt werden. Um die Stift/Radiererfunktionen zuzuweisen muss mit der entsprechenden Spitze das äquivalente Werkzeug gewählt werden. Einerseits wirkt das auf den ersten Blick umständlich, auf den zweiten Blick ist es sehr praktisch – auf diese Weise kann den Werkzeugspitzen JEDE Funktion zugewiesen werden, eben nicht nur Stift/Radierer. Noch nicht konfiguriert sind die Stifttasten und das Tablettscrollrad, wer hierzu Tips parat hat – immer her damit ;)

…mal wieder.
Mal sehen ob’s funktioniert. Ich bin müde. Müde was PHP angeht, müde was Webwork im Allgemeinen angeht. Müde was die vielgepriesenen Webstandarts angeht.
Zukünftig soll das Ganze hier wieder etwas lockerer angegangen werden, eine kleine, vielleicht feine Seite zum Thema (Web-)Cartoon, Zeichnen, Ubuntu Linux, Corewar, vielleicht ein bischen PHP und Kombination derer Themen. Gewürzt mit einer Prise schöner Links, gut geschüttelt und schlussendlich mit selbstgebrautem (womit wir wieder beim Thema wären) standartnahem Webwork.
Kurz: Ich möchte nach Jahren endlich wieder zeichnen. Vielleicht helfen mir ja tägliche Lektüren wie Beetlebum oder mein momentaner Favourite jump42 dabei. Zeichnen soll entspannen…schau ‘mer mal…

Nach der Grundinstallation eines (Ubuntu-)Linux-Systemes folgt im Allgemeinen das Einrichten spezieller Hardware, in diesem Fall möchte ich gerne das integrierte Touchpad des Amilo 1425 deaktiveren (stört beim Tippen ungemein wenn der Daumenballen über dem Touchpad den Cursor/Mauszeiger zu unbekannten Orten verschiebt…), ausserdem soll das Wacom Graphire4 Grafiktablett, ein Laserjet2100 von HP als Drucker und der Scanner 630U von Canon unter Ubuntu eingerichtet werden. Entgegen anderer Behauptungen funktioniert das Grafiktablet definitiv unter Ubuntu Linux, getestet mit Version 6.06 Dapper Drake und 6.10 Edgy Eft. Die entscheidenden Tipps habe ich im englischsprachigen Ubuntuforum für Version 5.10 Hoary entdeckt. Zuerst zum Touchpad. Die entscheidende Hilfe war das Ubuntu-Blog: Um das Touchpad zu deaktiveren benötigt man folgenden Eintrag innerhalb der /etc/X11/xorg.conf:

Section "InputDevice"
Identifier  "Synaptics Touchpad"
Driver      "synaptics"
Option        "SendCoreEvents" "true"
Option        "Device" "/dev/psaux"
Option        "Protocol" "auto-dev"
Option        "HorizScrollDelta" "0"
Option        "SHMConfig" "on"
EndSection
In der Sektion ‘ServerLayout’ muss die Zeile InputDevice “Synaptics Touchpad” enthalten sein, hier sieht sie beispielsweise folgendermassen aus:
Section "ServerLayout"
Identifier	"Default Layout"
Screen		"Default Screen"
InputDevice	"Generic Keyboard"
InputDevice	"Synaptics Touchpad"
InputDevice	"Configured Mouse"
InputDevice    	"stylus"   	"SendCoreEvents"
InputDevice    	"eraser"   	"SendCoreEvents"
InputDevice    	"cursor"   	"SendCoreEvents"
InputDevice    	"pad" 		"SendCoreEvents"
EndSection
Ohne diesen Eintrag wird das Device ‘Synaptics Touchpad’ mit unserer Config-Option nicht aktiviert und kann daher auch nicht ein- oder ausgeschalten werden. Nach einem Xserver-Neustart kann man mit dem Befehl synclient TouchpadOff=1 das Touchpad komplett abschalten. Zu Automatisierungszwecken wurde der Befehl hier in die Startprogramme von Gnome gepackt, zu finden unter System->Einstellungen->Sitzungen->Startprogramme. Dort den Befehl ‘hinzufügen’. Ab dem nächsten Neustart des Xservers wird das Touchpad beim Gnome-Start automatisch deaktiviert. Vorteil dieser Methode: Sollte aus irgendwelchen Gründen das Touchpad wieder gebraucht werden kann es mit dem Befehl synclient TouchpadOff=0 im Terminal oder per Alt-F2 wieder reaktivert werden. Graphire4, Laserjet2100 und Canon 630U folgen in den nächsten Beiträgen…

Nach kurzem Ausflug zu Fedora Core 6 bin ich mittlerweile mit meinem “im-täglichen-Betrieb”-System wieder zu Ubuntu 6.10 Edgy Eft zurückgekehrt. Einige Gründe/Unterschiede möchte ich jetzt hierzu einfach einmal aufführen:

Ubuntu Fedora
WLan/WPA2/BG2200 Läuft mit dem NetworkManager sofort Firmware muss nachinstalliert werden, manueller/Script-Neustart des NetworkManagers bei jedem Neustart nötig – was musste ich da lange suchen für…:(
WLan nach Standby Selten Klick auf gewünschtes Netzwerk nötig Oft nicht mehr aktivierbar
GnomePanel Keine Probleme Mal weg, mal nur ein Panel da, manchmal alles in Ordnung
Firefox Version 2 automatisch installierbar und stabil Version 2 nur über extra Repository, Abstürze
poEdit Funktioniert einwandfrei Konsequent Abstürze beim Source-Check
TurnerPatch für schönes Fontrendering Repository für Freetype etc… Selbst-Patch und Kompilierung nötig
Prinzipiell war Fedora auf unserem Amilo1425 durchaus benutzbar, keine Frage. Allerdings musste man deutlich mehr selbst Hand anlegen, die Installation der Wlan-Funktionalität ist für einen gebräuchlichen Centrino-Chipsatz unnötig schwer (nicht die Firmwareinstallation sondern das nötige manuelle Neustarten des Network-Managers inklusive rmmod/modprobe ipw2200 – da muss man erstmal drauf kommen…), der endgültige Schlusstrich kam nach der häufig aufgetretenen Komplett-Verweigerung der Wlan-Verbindung nach Suspend und/oder Hibernate und die konsequenten Crashes von poEdit mit welchem ich mich an die Übersetzungsarbeiten für das CyStats WordPress Statistik Plugin machen wollte. Gut funktioniert hat allerdings das Einrichten und konfigurieren des Apache2 Webservers+PHP+MySQL, in Verbindung mit .htaccess kämpfe ich mit Ubuntu hier noch etwas – aber dazu vielleicht später mehr… Ubuntu hat auch seine Macken, auch hier kein Zweifel. Im Grossen und Ganzen ist die Behebung selbiger duch die aktive Community und die vielen, vielen Wikis/Howtos (die bei Fedora für mich vielleicht einfach schwerer zu finden waren?) um ein Vielfaches einfacher für mich gewesen. Das manuelle Arbeiten am System gehört bei Linux noch dazu, aber wenn es zur Hauptaufgabe wird und das produktive Arbeiten MIT dem System zum Erliegen kommt dann kann’s dass nicht sein. Wie gesagt, es geht hier um einen Amilo1425 Laptop – andere Systeme können durchaus perfekt unter Fedora laufen, muss jeder selbst herausfinden…